Das ist jellysuite
Ein Workspace, der Spaß macht und deine Privatsphäre schützt. Warum ich jellysuite baue, wie die Verschlüsselung funktioniert, was schon fertig ist und was als Nächstes kommt.
Das jellysuite-Team · · 3 Min. Lesezeit
Wenn man mal drüber nachdenkt, ist es erstaunlich was mit Software heute möglich ist, ob allein oder im Team. Wir planen zusammen, sprechen per Knopfdruck miteinander, schreiben gleichzeitig im selben Dokument und teilen Dateien in Sekunden.
Vieles davon gibt es kostenlos, etwa die Gratisversionen von Slack und Microsoft Teams oder Gmail. Doch auch kostenlose Software hat ihren Preis. Die Firmen dahinter lesen mit, was du schreibst, werten es aus, verkaufen die gewonnenen Informationen oder trainieren ihre Modelle damit. Im Alltag vergisst man das schnell, auch weil die Tools meistens richtig angenehm zu benutzen sind (okay, nicht alle).
Es gibt nur wenige Firmen, die ähnlich gute Software zu fairen Preisen anbieten und dabei deine Privatsphäre schützen. Firmen, die auf deiner Seite stehen und nicht um jeden Preis den Gewinn maximieren. Leider haben datenschutzfreundliche Tools oft einen Haken: Sie fühlen sich an wie Hausaufgaben. Du musst dich durch umständliche Abläufe arbeiten oder mit einer Oberfläche zurechtkommen, die wenig mit den vertrauten Apps zu tun hat. Der Datenschutz verlangt dir im Alltag ständig etwas ab.
Ich finde, das muss nicht so sein. Ich will Software bauen, die sich gut bedienen lässt und deine Privatsphäre von Anfang an schützt. Die Verschlüsselung läuft im Hintergrund. Wenn du selbst etwas tun musst, erklärt dir die App, was nötig ist und warum. So kannst du dich auf deine Arbeit konzentrieren.
Was wir bauen
- Mail, mit deiner eigenen Domain
- Pages für Dokumente, Notizen und Wikis
- Sheets für Tabellen
- Calendar, Drive, Tasks und Contacts
- Video-Calls, mit Bildschirmfreigabe
- Chat und gemeinsame Arbeitsbereiche für Teams
Eine Desktop-App für macOS gibt es bereits, eine iPhone-App ist in Arbeit. Für Organisationen, die ihre Daten auf eigener Hardware speichern müssen, ist eine On-Prem-Version geplant. Auch an Ideen für Verbesserungen und neue Funktionen fehlt es nicht. Wenn du etwas vermisst oder eine Idee beisteuern möchtest, schreib mir einfach an ben@jellysuite.com.
Für wen es ist
Für alle, die ihre Notizen, Mails und Dateien für sich behalten wollen, ohne sich erst in IT-Sicherheit einarbeiten zu müssen. Privatsphäre muss auch für die Leute funktionieren, die nie von sich aus nach einem Datenschutz-Tool suchen würden. Auch für sie baue ich jellysuite.
Und für Teams: Firmen, Studios, Praxen und Agenturen, die mit den Daten anderer Leute arbeiten, und alle, die ihre Daten lieber nicht einer Werbefirma geben. Jede Person behält ihre eigenen Schlüssel. Auch Admins können die Inhalte fremder Konten nicht lesen.
Wie wir das finanzieren
jellysuite finanziert sich ausschließlich über Abos. Keine Werbung, kein Tracking, keine Investoren und kein Gratis-Tarif, den jemand anderes mit seinen Daten bezahlt. Ich arbeite für die Leute, die jellysuite nutzen. Das funktioniert auf Dauer nur, wenn du zufrieden bist und dein Abo behalten möchtest.
Deine verschlüsselten Daten liegen auf unseren eigenen Servern in Deutschland und Finnland. Ich kümmere mich selbst um den Betrieb und die Wartung, von der App bis zum Mailversand. Ob alles läuft, siehst du jederzeit auf unserer Statusseite. Falls wir jemals schließen, sagen wir dir mindestens sechs Monate vorher Bescheid, und du bekommst einen vollständigen Export deiner Daten, entschlüsselt auf deinem eigenen Gerät. In unserer Philosophie findest du alle Versprechen und die Gründe dafür.
Was unter der Haube steckt
Wenn du es genau wissen willst, schau dir am besten an, wie unsere Verschlüsselung funktioniert, und wirf auch einen Blick auf unsere Transparenzseite. Hier ein kurzer technischer Überblick.
- Bewährte Bausteine. Alles baut auf libsodium und OPAQUE auf, beide vielfach geprüft. Wir entwickeln keine eigenen Verschlüsselungsverfahren.
- Ein Schlüssel pro Element. Jedes Element hat einen eigenen Schlüssel, der nur dieses eine Element öffnet. Verschlüsselt wird mit XChaCha20-Poly1305 und bei jedem Vorgang mit einer neuen, zufälligen Nonce.
- Teilen, das du prüfen kannst. Beim Teilen wird der Schlüssel für die empfangende Person in einer X25519-Sealed-Box verschlüsselt und mit deinem Ed25519-Schlüssel signiert. So lässt sich prüfen, dass die Freigabe von dir stammt und für die richtige Person bestimmt ist.
- Passwörter, die zu Hause bleiben. Mit OPAQUE und Argon2id bleibt dein Passwort auf deinem Gerät. Wir sehen und speichern es nie.
- Mail, die sich mit allen versteht. Mails zwischen jellysuite-Konten sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt. An andere Anbieter verschickst du gewöhnliche E-Mails oder OpenPGP-verschlüsselte Nachrichten, wenn die andere Person das unterstützt. Eingehende Mails werden verschlüsselt, sobald sie ankommen.
- Offen, wo es zählt. Der Code, der deine Daten verschlüsselt, ist Open Source unter der MIT-Lizenz. Du kannst also selbst nachsehen, wie deine Schlüssel entstehen, statt mir einfach zu glauben. Mehr unter Open Source.
Komm an Bord
Wenn das nach der Software klingt, auf die du gewartet hast, such dir einen Tarif aus und leg los. Hier im Blog schreibe ich darüber, was wir veröffentlichen, wie die Verschlüsselung funktioniert und welche Entscheidungen dahinterstecken.
Wenn du Fragen oder Ideen hast, schreib mir an ben@jellysuite.com. Ich freu mich, von dir zu hören.
Ben